I feel - Free Template by www.temblo.com

Herzlich Willkommen auf meiner Seite. Ich würde mich über einen Besuch und einen Eintrag in meinem Gästebuch freuen.

 
Sommer,Ferien

Sommer,Ferien

die Sommerferien war die längste; aber auch einerseits langweiligste und auch eine sehr schlimme Zeit...

Ich war eingedeckt mit Haus und Gartenarbeiten und mit Lernen...

Schwimmen gingen wir nur selten; was mich auch nicht weiter störte; da der Pflegevater mir einmal lachend und höhnend; auf einem See in Urlaub; vor vielen Menschen meinen Kopf so lange unter Wasser drückte; dass ich fast ertrunken wäre; nur weil ich nicht gleich richtig das Schwimmen lernte..

Regelmässif fuhr ich auch mit Ihnen in den Urlaub;was für mich aber nie Urlaub war...

Im Auto; dass für 5 Personen gedacht war; fuhren wir zusammen gequetscht; oft zu siebent; was mich regelmässig zum Kotzen brachte; da ich am Boden der Rücksitze; bei den Füssen der hinten sitzenden Personen sitzen musste..

ein Wunder, dass sie nie in eine Polizeikontrolle kamen..

Wenn es zum Schwimmen an den See ging; dann musste ich stundenlang am steinigen Strand in der Sonne sitzen; während die Pflegeeltern in Liegestühlen sich aalten und sich im Wasser vergnügten..

Ich durfte selten ins Wasser..

In den Sommerferien waren auch immer wieder mal Kinder vom Plattensee da...

Renee; ein aufgewecktes Mädchen freundete sich mit meiner Pflegeschwester an; und die Pflegeeltern mochten  sie sehr..

Es entstand eine Freundschaft einige Sommer lang...

Eines Tages kam dann auch die Schwester von Renee in den Ferien zu uns..

Ein stilles,zartes und ruhiges Mädchen; dass nur zu mir Vertrauen fasste..

Warum auch immer; konnten oder wollten die Pflegeeltern sie nicht so, wie ihre Schwester und zeigten ihre Abscheu deutlich..

Sie war eine derjenigen; die das wahre Gesicht der Pflegeeltern miterlebte; mal zufällig dazu kam; als sie mich verdroschen und mich demütigten..

Ich werde nie den Tag vergessen; als sie sich schweren Herzens verabschiedete; mir ein Taschentuch mit Zeilen der Hoffnung und Liebe beschrieb...

Und ich werde nie vergessen; als ihre Mutter zu mir ans Bett kam; mich ganz liebevoll und zart umarmte; mir einen Kuss auf die Stirn gab; und mir alles Glück der Welt wünschte..

Sie hatte Tränen in den Augen; und sie sagte; dass es Ihr so leid tue..

Da wusste ich; dass sie über mein Leid Bescheid wusste; aber auch nicht die Kraft oder den Mut; oder die Chance hatte; etwas zu ändern...

In all den Jahren war diese Frau die jenige; die mir in diesen wenigen Minuten offenbarte was Mutterliebe ist; und ich erkannte; was ich so schmerzlich vermisste..

Ich erinnere mich auch daran; dass der Pflegevater Abends den Garten und das Gemüsebeet goss...

Und einmal hielt er den kalten Wasserstrahl des Schlauches so lange auf meinen Kopf; bis die Kälte furchtbar in meinem Kopf zu schmerzen begann; ich nur mehr schwarz sah; und fast umgekippt wäre...

Ich liebte Fussball spielen; doch im Sommer wurde das zum Alptraum..

Denn die Söhne der Pflegeeltern liebten es; uns mit dem harten Lederball so stark abzuschiessen; dass uns alles weh tat...

bei einer solchen Aktionen; brach sich ein Sohn den Fuss ; ich wusste; das hätte auch ich sein können..

 

Während die Pflegeeltern shoppten oder spazieren gingen; mussten wir in einem Park auf der Bank sitzen; und uns nicht rühren; als wir grösser waren; konnten wir wenigstens unsere Runden im Park gehen..

wir hatten nie Geld für Essen und Trinken bekommen; und so erinnere ich mich an einmal; als sie gerade noch rechtzeitig mir etwas zu trinken gaben; ich war so ausgetrocknet; dass ich drohte umzukippen; so schwindlig war mir..

24.12.07 10:29
8.1.08 19:09


Schule

Schule

meine Schulzeit war eine schlimme Zeit...

irgendwie war ich bei den Mitschülern nie beliebt...

ich wurde gehänselt; gemobbt;geschlagen...

wenn ich am Hintern; dem Gesicht oder sonst wo am Körper lila blaue Striemen hatte; mein Gesicht etwas deformiert war; dann konnte ich auch am Turnunterricht oder Schwimmunterricht nie teil nehmen..

auch an anderen Veranstaltungen der Schule;wie Schiwoche oder Feiern durfte ich nicht dabei sein..

Beim Eislaufunterricht musste ich stets zu kleine Eislaufschuhe tragen...

bei Schulausflügen hatte ich als einzige nie einen Rucksack; sondern eine Plastiktüte..

wenn es Faschingsfeste in der Schule gab; durfte ich mich fast nie kostümieren..

hatten dann Mitschüler meine Haare mit Farbsprays besprüht; dann hatte ich die Farbe auch noch Tage später oben; da ich in dieser Zeit nicht die Haare waschen durfte..

Nur ganz selten hatte ich das Glück; eine Mitschülerin heim nehmen zu dürfen; und freute mich dann riesig; doch meine Pflegemutter vergraulte sie jedes Mal, dass ich keine mehr mit heim nahm und auch nicht mehr durfte..

in der Hauptschule hatte ich eine einzige Lehrerin; meine Religionslehrerin; zu der ich auch manchmal geheim in der Freistunde nach Hause kommen durfte...

ihr teilte ich ein wenig meiner Not mit...

sie war auch diejenige; die mir zum Geburtstag einen kleinen Recorder mit Rec Funktion und zwei Kassetten mit christlichen Liedern schenkte...

ich wollte damit zu Hause versteckt aufnehmen, was abging; doch dazu sollte es gar nicht mehr kommen..

irgendwie hatten die Pflegeeltern Wind davon bekommen; dass die Religionslehrerin von zu Hause Bescheid wusste; und sie verdroschen mich, dass mir Hören und Sehen verging...

und plötzlich tat die Lehrerin so; als wäre nichts zwischen uns gewesen..

eine andere Erinnerung hab ich von der Volksschule...

ich war gerade erst in die Schule gekommen und war in meiner Klasse; als die Pflegemutter plötzlich hinter mir stand und mich an den Haaren aus der Klasse zog; und mich beschimpfte; weil ich meinen Handarbeitskoffer zu Hause vergessen hatte..

in der Hauptschule ahnten die Mitschüler etwas von meiner Not zu Hause; da ich immer wieder heimlich mein Strafbuch von zu Hause mitnahm...

darin waren alle meine Strafaufgaben (ich musste oft hunderte Sätze mit "ich habe zu gehorchen;ich bin undankbar" usw. schreiben) verziert mit Schimpfworten und demütigenden Äusserungen der Pflegeeltern...

dennoch war es auch hier nur eine einzige Schülerin; die mich verstand und auch respektierte; und mich davon abhielt; eines Tages aus dem Fenster der Klasse zu springen; da ich so verzweifelt; hilflos und voller Angst war...

ihr konnte ich alles anvertrauen; und sie erzählte mir auch; dass ich durch halten sollte; da sie mit ihrer Mutter geredet hatte; und sie versuchten für mich einen Weg zu finden; um ungeschadet da raus zu kommen...sie wusste; dass die Pflegeeltern alles taten; um mich unglaubwürdig hin zustellen....ausser meiner Mitschülerin hat nie jemand davon erfahren; dass ich mich an diesem besagten Freitag umbringen wollte...

am Wochenende hatte ich stets Angst; dass plötzlich die Polizei da stehen würde; aber ich freute mich; zu wissen; dass es da draussen jemand gab; der mich aus dieser Hölle holen wollte...

Doch es kam nie mehr dazu; dass ich sie sehen sollte...

Sie verunglückte im Auto ihres Freundes auf den Weg zur Disco; als ein Lkw das Auto rammte; dort wo meine Schulkollegin sass; sie war sofort tot...

Ich erfuhr das alles aber erst durch meine Pflegeschwester; denn ich war verwundert; über die komische Stimmung im Haus; und dass ich plötzlich nicht in die Schule durfte..

sie war diejenige; die mir heimlich die Zeitung zusteckte; mit dem Zeitungsartikel; und mir mitteilte; dass es sich um Johanna, meine einzige Hoffnung zu diesem Zeitpunkt handelte...

Ich war schockiert und wie erschlagen; und durfte nicht einmal am Grab von ihr Abschied nehmen...

Ausserdem erinnere ich mich an eine andere Situation in der Schule; wo mein Bruder beim nach Hause Weg von einem Mitschüler im Winter mit einem Eiszapfen direkt ins Gesicht geschossen wurde..

ein anderes Mal sah ich; wie einer meiner Mitschüler von anderen Mitschülern bei der Bushaltestelle brutal zusammen geprügelt wurde; weil er sich in dessen Freundin verknallt hatte..

niemand half und jeder sah zu; wie er blutend sich krümmte..

Manchmal, wenn nach der Schule der Bus ausfiel; dann liess man mich stundenlang an der Haltestelle warten; bis ich dann irgend wann zu Fuss in die nächste  Ortschaft nach Hause trottete; und dann deswegen Prügel kassierte..

im Polytechnikum; als ich mich nach der öffentlichen Erniedrigung einer anderen Mitschülerin einer anderen Klasse zu wehren begann; wurde ich die Treppen hinunter gestossen...

auch im Polytechnikum wagte ich ein einziges Mal; mich einer Mitschülerin anzuvertrauen...

wir hatten Kochunterricht am Nachmittag und ich war vorher in den Freistunden zu Hause; und wurde einmal kurz vorher verprügelt...

das Nasenbluten war noch nicht ganz versiegt; und sogar noch der Abdruck einer ganzen Hand in meinem Gesicht zu sehen; den ich versuchte zu verstecken; aber jener Mitschülerin doch auffiel..

erst als ich einmal abhaute; und die Polizei mich suchte; und ich mich am Eislaufplatz bei meinen Mitschülern versteckte; bis der Pflegevater dort mich mit roher Gewalt holte; erkannte ich den Schrecken und die Angst in den Augen meiner Mitschüler...

23.12.07 12:39
8.1.08 19:10


Winter



Jeder der mich kennt; der weiss, dass ich Winter, bzw. die Kälte nicht mag...

Schnee finde ich sehr schön; so lang ich Ihn nicht berühren muss..

Ich erinnere mich; dass mein Pflegevater mich nur ein einziges Mal zum Rodeln(Bob) ausser Haus mitgenommen hat..

Ich sass noch nie auf so nen Ding und hatte Angst den Hügel runter zu fahren und konnte nicht lenken..ich verriss den Bob und schleifte über Beton...

Mein Pflegevater fluchte und schimpfte mich zusammen...

Ausserdem erinnere ich mich; dass ich viele Stunden oft in der klirrenden Kälte im Garten verbringen musste; wenn die Pfleggeltern fort gefahren waren; und das Haus abgesperrt war..

Im Winter hatte ich auch die Aufgabe; die Hasen;Enten;Meerschweichen zu versorgen; und da waren im Winter die Wasserschüsseln total eingefroren; und trotz heissen Wassers; dass ich zur Hilfe nehmen durfte; frierte ich mir immer wieder die Finger ab..

Noch schlimmer war es für mich; im kalten Winter meine Unter und Strumpfhosen vom Garten zu holen; (wo ich sie aufhängen musste)und sie dann steif gefroren anziehen musste..

oder ich fror mir die Finger ab; wenn ich meine eingeweichten Unter/Strumpfhosen auswaschen musste; aber da auch das Wasser gefroren war.

Genauso schlimm; war es; wenn mein Pflegevater mir befahl; mich nackt auszuziehen; und ich so mit Ihm durch den Schnee im Garten laufen musste..

Oder die Pflegeeltern meinen Bruder und mich zwangen; dass wir uns gegenseitig das Gesicht in den Schnee drücken; oder der Pflegevater oder seine Söhne mein Gesicht in den Schnee drückten; bis ich keine Luft mehr bekam...

ich erinnere mich auch daran, dass ich zwei Mal im kältesten Winter abgehaun bin...

Da meine Jacke und auch warme Schuhe im Keller versperrt war; zog ich eine Jacke meiner Pflegeschwester und mir viel zu grosse Turnschuhe; stahl das Sparschwein der Pflegemutter; etwas zu Essen und Decken  und zog los...

beim ersten Mal übernachtete ich in der Donauau  hinter einem versteckten Gebüsch in der Nähe des Eislaufplatzes; und dort hörte ich auch die Pfleggeltern nach mir kurz suchen...

sie fanden mich zum Glück nicht; und ich wärmte mich immer wieder kurz im Wc des Eislaufplatzes auf; wo mich auch dann eine Mitschülerin entdeckte und mir ihre Hilfe anbot..

doch ich traute ihr nicht; und als ich das Wc verliess; hielten mich auch schon zwei Kriminalbeamte auf und brachten mich heim...

beim zweiten Mal übernachtete ich im eiskalten Wohnwagen auf dem gegenüber liegenden Pachtgrund der Pflegeeltern und stapfte dann stundenlang in der Donauau durch den Schnee und die Kälte; bis ich mich in zu einem Bahnhof kam; eine Karte löste und dann im Zug einschlief...dann weiss ich nichts mehr; denn ich wachte zu Hause in meinem Bett auf; und bekam auch keine Prügel; das Thema wurde tot geschwiegen..

doch auch bei der Polizei wagte ich nichts von zu Hause zu erzählen..

23.12.07 21:46
8.1.08 19:11


Schmerzen,Demütigung,

Schmerzen,Demütigung,

noch heute frage ich mich oft; wie ich diese Situationen überlebt habe...

Die Pflegeeltern waren sehr einfältig in der Form ihrer Bestrafung...und die gab es auch wenn ich nichts angestellt hatte...

wenn ich von der Schule nach Hause kam; dann wurde erst mal die Schultasche vor meinen Füssen von der Pflegemutter ausgeleert...

fand sie ein Eselsohr in einem Buch oder Heft; oder suchte sie irgend etwas was ihr nicht passte; dann musste ich mich entweder mich mit den Händen an den Stufen aufstützen; und den Hintern in die Höhe halten; damit sie mir mit den Teppichklopfer; einem Gürtel oder Holzstock darüber hauen konnte...

oder sie schlug mir die Hefte um den Kopf, dass es nur so paschte..

oder ich musste meine Hände vor ihr ausstrecken und musste ich so bleiben; während sie mit einem Lineal; oder einen dünnen Stock darüber schnalzte..

ein anderes Mal erinnere ich mich; dass die Pflegeeltern fort waren; und ich im Haus eingesperrt war; und ich mich nur im Vorzimmer aufhalten durfte; und nur das Wc benutzen und betreten durfte...

Es war schon dunkel; und ich hatte Angst im Dunkeln und war immer wieder auf dem Fell; wo der Hund lag; eingenickt...

Ich hatte mich nicht getraut ins Bett zu gehn; aus Angst vor ihrer Reaktion...

irgend wann kamen sie dann endlich heim und ich wollte nur mehr ins Bett...

Doch meine Pflegemutter rief mich auf den Weg dorthin zurück; und fragte mich; warum ich ihren Wachlappen angegackt hatte..

ich wusste zu Recht nicht; wovon sie sprach; ich hätte mich nie gewagt das Badezimmer zu betreten; und die Toilette konnte ich schon längst benutzen..

doch sie war ausser sich vor Wut; wollte dass ich es endlich zugäbe.

Doch ich stritt ab; und sie drückte mir den Waschlappen mit der Scheisse ins Gesicht und wollte; dass ich die Scheisse schlucke..

ein anderes Mal bezichtigten sie mich eine ganze Torte gegessen zu haben usw. sie fanden immer etwas...

ich erinnere mich auch noch; als ich in der ersten Klasse war und Hausaufgaben machte..

ich hatte mich verschrieben; und versuchte krampfhaft das auszubessern, was mir aber sehr misslang...

als meine Pflegemutter das sah, wurde sie wütend; holte aus und Schlug mir mit so einer Wucht auf den Hinterkopf; dass ich mit  dem Nasenrücken auf die Tischkante knallte und sofort fürchterlich blutete..

 

ein anderes Mal; hatte ich mir das rechte Handgelenk bei einem Sturz im Weinkeller verletzt; und konnte den Arm nur mehr leicht anheben, und konnte so auch nicht essen...

sie forderte mich immer wieder böse auf, endlich normal zu essen; doch als mir das nicht gelang; packte sie mich; zerrte mich vom Sessel; nahm meinen Arm und drehte es mir blitzschnell um...

der Schmerz machte mich fast besinnungslos; und ich hatte laut aufgeschrien; doch meinen Arm konnte ich dann wieder bewegen..

aber auch die Söhne der Pflegeeltern waren grausam...

einer der Söhne (längst Polizist in Wien) hasste mich besonders...

ich musste immer aufpassen nicht in seiner Nähe zu sein; um nicht eine Tracht Prügel zu kassieren...

hatte er mich einmal in der Mangel; dann liess er auch nicht so schnell los; und verbog mir den Körper; wie er es wollte; stieg mir dabei in Genick;Rücken;Kopf und Gesicht mit seinem Fuss und trat auf mich ein...

hin und wieder machte ich dann auch Bekanntschaft mit seiner Waffe..

der andere Sohn; da hab ich eine schon sehr verschwommene Erinnerung einer Situation...

ich weiss nicht, wie alt ich war; aber ich muss noch sehr klein gewesen sein...

jedenfalls war der Sohn der Pflegeeltern und mein Bruder und ich nackt..

wir krabbelten auf allen Vieren am Boden herum; und irgend wann befahl er uns dann; seinen nackten Hintern zu lecken...

bei anderen Situationen schlug er mir mit der Faust in den Magen; dass ich nach Luft japsend zu Boden ging...

oder ich musste meine blossen Fussohlen ihm hinstrecken; damit er mit einem Stock darüber schnalzen konnte..

oder er zwang mich Zwiebel und Knoblauch roh zu essen..

manchmal; wenn die Pflegeeltern meinen Kopf gegen Wand, Kasten oder Boden schlugen; konnte man ein Knacken in meinem Kopf hören..

einmal schleifte mich der Pflegevater mich schlafend aus dem Bett und hieb einfach auf mich ein; so dass ich kurz das Bewusstsein verlor; aber leider wieder zu mir kam...er hatte das nicht mal bemerkt..

auch stundenlanges aufrechtes Knien und in der Ecke stehen lassen liebten sie..

Erniedrigung und Demütigung stand jeden Tag am Plan der Pflegeeltern....

Oft zwangen sie mich und meinen Bruder, uns gegenseitig zu schlagen; wir wollten das nicht; aber es blieb keine andere Wahl...

Manchmal, wenn ihre Wut all zu grosse Ausmasse annahm; dann packten sie mich auch am Hals und hoben mich in die Höhe..

In solchen Momenten zweifelte ich nie daran; dass sie auch ohne Probleme mich einfach töten könnten; ohne das jemand genauer nachforschen würde..

Das Jugendamt ging bei uns aus und ein; doch wir wirkten immer angepasst und normal...

Manchmal erniedrigten und demütigten mich die Pfleggeeltern vor Lehrern;Schülern und anderen Leuten; sie hatten einfach vor keinem Angst..

Hin und wieder; wenn Besuch kam; dann versteckten sie uns im Stadel in einer kleinen dunklen Holzhütte; oder im dunklen Keller; oder wir waren im Zimmer eingesperrt; und durften uns nicht raus wagen oder bemerkbar machen; bis der Besuch weg war..

Lange Zeit war ich sehr irritiert und enttäuscht; dass niemand etwas gegen die Pflegeeltern unternahmen...

Das Schreien und unser Weinen; wenn wir wieder Mal verprügelt wurden; das hörte man doch ziemlich laut und deutlich..

Erst viele Jahre später sollte ich erfahren; dass doch es Menschen gegeben hatte; die mit den Erziehungsmethoden der Pflegeeltern nicht einverstanden waren; doch was sie genau alles angaben; werde ich nie erfahren; da laut Jugendanwaltschaft alle erforderlichen Unterlagen verschwunden waren..

 

24.12.07 10:05
8.1.08 19:12


Weihnachten

Weihnachten

Wie habe ich Weihnachten als Kind erlebt!!

Ich erinnere mich zurück; dass ich mich so wie jedes Kind auf Weihnachten gefreut habe; meine Vorfreude war stets riesig!

Schon Wochen vor dem Fest roch es nach Keksen; die meine Pflegemutter backte...Nur selten konnte ich dabei sein; und mitnaschen; und im Laufe der Jahre begannen mein Bruder und ich die Kekse zu stehlen; weil wir wussten; dass wir sonst kaum welche abbekommen würden...

Am Weihnachtstag erfüllte Weihnachtsmusik die Räume; trotz allem war es nie ein Fest; wo wir in die Familienbande miteingeschlossen wurden; es gab keine besondere Beschäftigung oder so.. am Tag machte ich das was ich immer tat..

Abends gab es dann leckeres Essen; dass ich auch nie mit den anderen zusammen im Esszimmer zu mir nahm...

die ersten Jahre erinnere ich mich auch noch; dass wir uns vor der Bescherung schön umkleideten...

Die Bescherung selbst war stets ein trauriges Kapitel...

Alle waren versammelt; der Baum und die Geschenke wunderbar; doch Liebe oder Fürsorge; selbst an diesem Tag bekam ich nicht zu spüren...

lieblos wurden mir die Geschenke hin geschmissen; aber es war nie etwas Besonders...

wenn ich schönes Gewand oder Spielzeug bekam; durfte ich das sowieso fast nie verwenden...

besonders schöne Geschenke; die mir Freude machten und gefielen; waren nach Weihnachten auf Nimmer Wiedersehn verschwunden...

und nicht selten; wurde dass; was ich mir sehr gewünscht hatte; für die anderen Pflegekinder unterm Baum gelegt..

Im Grossen und Ganzen war die Bescherung für mich und meinen Zwillingsbruder sehr schnell vorbei; und wir wurden ins Bett geschickt; während wir zuhören durften; wenn die anderen sich beschenkten; lachten und feierten...

Nicht einmal hab ich mich dann in den Schlaf geweint; vor Kummer und Schmerz; weil die Liebe; die Besinnlichkeit dieses Festes so gar nicht vorhanden war; und ich mich nicht geliebt fühlte.

Ich erinnere mich auch an ein Weihnachten; als meine Pflegeeltern mich wieder etwas beschuldigten getan zu haben; was ich überhaupt nicht getan hatte; und ich zur Bestrafung nicht an der Bescherung teilnehmen durfte..

Aber ich erinnere mich auch an schöne Momente...

zum Beispiel durfte ich zusammen mit meiner Pflegeschwester ein paar Mal an einer Theateraufführung der Arbeiterkammer teil nehmen...

Ich erinnere mich noch gut; wie leicht es mir fiel; die Texte zu lernen und vorzutragen; wie glücklich ich mich als Engel gefühlt habe; wie aufregend der erste Auftritt war...

Das ungestörte Zusammen Sein und Toben mit den anderen Kindern; einfach kurz mal Kind sein zu dürfen...

Ich freute mich auch jedes Mal riesig über die Geschenke, die wir von dort bekamen...

Ich hab nie von meinen Pflegeeltern so etwas wie Lob oder Anerkennung hier ausgesprochen bekommen; im Gegenteil; so bald ich mit den anderen Kindern in deren Nähe auftauchte; und mit den Kindern spielte; sang oder lachte; wurde ich genau beobachtet; und erkannte alleine an Hand oder Kopfbewegung; aber auch an ihren Blicken; wie ich mich verhalten musste..

tanzte ich mit den anderen Kindern; entging mir ihr hämisches Grinsen nicht...

manchmal aber störten sie auch gerne; wenn ich mich sehr gut mit den Kindern unterhielt; indem ich dann einfach weg gehn musste..

Auch erinnere ich mich; dass es in der Hauptschule in unserer Klasse ein Weihnachtsspiel gab; wo jeder in der Klasse seinen Namen auf einen kleinen Zettel schreiben musste; die dann in einen Behälter geworfen wurden; geschüttelt wurden; und dann jeder einen Zettel ziehen musste; und die geschriebene Person beschenken musste...

Ich sagte das meiner Pflegemutter; und ich bekam trotzdem nichts; und es ging mir mies; dass ich nichts schenken konnte und nicht mal erklären getraute warum..

später hab ich erfahren; dass meine Pflegemutter sehr wohl dem Mädchen etwas geschenkt hatte..

Aber für mich war es erniedrigend; da ich ja sowieso in der Klasse gemobbt und gemieden wurde..

Die Weihnachten in verschiedenen Heimen und Psychiatrien, dann als Teenager ,waren immer grausam für mich...

Da gabs kein Miteinander; irgend wie war da nie etwas vertrautes..

Die Weihnachten dann in meiner leiblichen Familie waren auch nicht viel besser.

Ich erinnere mich; dass ich an einem Weihnachten zu meiner Mutter ging..

Damals lebten mein verstorbener Bruder;Jasi und Chris; Oma und Mama und ihr Lebensgefährte in dieser Wohnung.

Das Wohnzimmer war zum Bersten voll..

Ich kam gerade dazu; dass mein verstorbener Bruder von der Verwandtschaft mit teuren Geschenken und Geld überhäuft wurden; sah sie alle plötzlich so vertraut und glücklich zusammen; während mir keine Notiz geschenkt wurde; und nicht mal mir etwas zu Essen oder Trinken angeboten wurde; und ich mit Hermann mich in die Küche setzte.

Er war dann derjenige; der meine Mutter bat; sich mit ihr alleine zu unterhalten und ihr erklärte; dass er so ein Verhalten nicht ok fände..

Meine Mutter tat weiter; als wäre nichts gewesen; und als ich mich verabschiedete; drückte mir meine Oma 20 Schilling in die Hand und wünschte mir schöne Weihnachten..

Ab da feierte ich Weihnachten bei meinen Vater...

Aber auch da war es schleimig von Sentimentalität und der exzessive Alkoholgenuss der anderen, störte dieses Fest dann doch empfindlich...

vor allem; weil dann Emotionen ausbrachen; die zu Streit usw. führten..

abgesehn davon, dass ich das im Gegensatz zu den anderen sehr nüchtern erlebte...

Einige Male hatte ich mich erst Recht für dieses Fest in Schale geworfen...

verhasste Glanzstrumpfhose; einen schönen Rock; ne schöne Bluse, und hohe Schuhe...

leider schien ich so eher die Begierde meines Partners und auch meinen Vater anzutörnen...

eklige Sprüche; und die Tatsache dann zu Hause einen nach Alkohol stinkenden Partner "einen kleinen Gefallen" machen zu müssen; liessen auch mich viele dieser besonderen Abende auch weinend einschlafen...

Ich erinnere mich; wie traurig und verlassen ich mich gefühlt hatte; als ich Weihnachten schwanger war;  und absolut niemand sich meldete zu Weihnachten...

Ich werde nie vergessen; wie ich dann durch die Stadt gegangen bin und mit Wehmut in Fenster sah; wo Familien feierten...

Die Weihnachten dann als meine Tochter geboren war; waren so; dass ich die ganze Verantwortung für Essen;Baum, usw. hatte...

Nur widerwillig half jemand beim Baum schmücken oder beteiligte sich überhaupt an dieser grossen Aufgabe...

An Weihnachten kamen sie einfach; assen und tranken sich satt; fühlten sich wie Zu Hause; teilten Geschenke aus; empfingen welche; und rauschten dann bald ab, und liessen mich mit der Arbeit des Aufräumens dann alleine..

Nicht selten kam man überhaupt schon betrunken; oder in einer depressiven Verstimmung..

Und nicht selten wurde auch noch einiges an meiner Arbeit getadelt ..

Liebe; das Gefühl von Gemeinsamkeit kam da selten auf..

Ich erfüllte so etwas wie eine Pflicht; mehr nicht..

23.12.07 21:56
8.1.08 19:13


zurück ziehen



im Laufe meines Lebens hab ich sehr viele Menschen kennen gelernt!

 Und fast allen war ich eigentlich so lange symphatisch; so lange nicht meine psychische Krankheit mit all den Tücken in mir zum Vorschein kam...

Gewiss; ich bin mir bewusst; dass ich  mit  meinen ewigen Zweifeln; meiner Unfähigkeit zu vertrauen und den daraus resultierenden Handlungen auch geschadet habe.

 Aber einiges wiederholt sich dennoch immer wieder...

Es heisst; ich würde nie überfordern oder belasten können; man könnte mich verstehen und würde mir helfen und ist für mich da...

Viele taten auch etwas Besonderes; um mir zu beweisen; wie gut sie doch hinter mir stehen würden...

Dann passieren plötzlich komische  Zwischenfälle und Widersprüche; die mich nicht zu Ruhe kommen lassen.....

Dann wird mir gesagt; ich versteh nix mehr oder alles falsch; sehe alles zu negativ...

Soll ich Geduld haben...

Ist man doch plötzlich mit mir belastet und überfordert; teilt man mir das auch mit; uns streitet es dann aber bei erneuten Nachfragen dann ab..

Nicht selten sind die Menschen; die doch soo stark für mich sind; dann plötzlich am Boden; und klammern mich plötzlich voll aus ihrem Leben aus; während ich mit Verzweiflung und Angst klar kommen muss; und allerlei Gedankengut entsteht; während ich oft selbst dann gerade auch in einer Krise bin; und versuch stark für den anderen zu sein..

Irgendwann versteh ich zu Recht gar nix mehr; und die Menschen ziehen sich erstmal von mir zurück....

DAS HAT IN JEDEM DIESER FÄLLE BEDEUTET; DASS DER KONTAKT VON DIESER PERSON  ZU MIR NIE WIEDER ERWÜNSCHT WAR!!

DAS HEISST FÜR MICH; WENN EINE PERSON;DIE MIR SEHR WICHTIG IST;MIR ERÖFFNET;DASS SIE SICH KOMPLETT ZURÜCK ZIEHT; DASS SIE ABSCHIED NIMMT!!

Wer Verlustangst kennt; der weiss auch um die emotionale Lage in solch einer Situation!

 Aber das interessiert ja die Menschen nicht mehr; denn sie sind ja froh mich los geworden zu sein!!

21.12.07 23:42
8.1.08 19:14


Erinnerungen


Im Laufe meines Lebens hab ich viel erlebt...

vieles das ich bis heute in jeden kleinsten Detail wiedergeben kann;

und vieles; dass meine Seele; mein Verstand verdrängt hat...

und manch dieser Dinge holen mich immer wieder ein..

kehrt die Erinnerung mit einem Schlag plötzlich zurück....

Da ich mal vor habe; ein Buch über mein Leben zu schreiben (vorausgesetzt ich treib das Geld und den Verleger dafür auf)..

und ich mein Leben und was ich erlebt habe; wenigstens ein bisschen ordnen will; beginne ich hier; all das aufzuschreiben; was tief in mir verdrängt war; und dennoch manchmal wieder in meine Erinnerung zurück kehrt!

Ich möchte Dich bitten; aufzupassen auf Dich; da sicher einiges davon Dich triggern könnte!

Und nun begleite mich auf die Reise in meine vergessene Realität!

glg

8.1.08 19:14


 [eine Seite weiter]

 
 
 Home






© 2007 Free Template by www.temblo.com. All rights reserved.
Design by Creative Level.net. Host by myblog