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Weihnachten

Weihnachten

Wie habe ich Weihnachten als Kind erlebt!!

Ich erinnere mich zurück; dass ich mich so wie jedes Kind auf Weihnachten gefreut habe; meine Vorfreude war stets riesig!

Schon Wochen vor dem Fest roch es nach Keksen; die meine Pflegemutter backte...Nur selten konnte ich dabei sein; und mitnaschen; und im Laufe der Jahre begannen mein Bruder und ich die Kekse zu stehlen; weil wir wussten; dass wir sonst kaum welche abbekommen würden...

Am Weihnachtstag erfüllte Weihnachtsmusik die Räume; trotz allem war es nie ein Fest; wo wir in die Familienbande miteingeschlossen wurden; es gab keine besondere Beschäftigung oder so.. am Tag machte ich das was ich immer tat..

Abends gab es dann leckeres Essen; dass ich auch nie mit den anderen zusammen im Esszimmer zu mir nahm...

die ersten Jahre erinnere ich mich auch noch; dass wir uns vor der Bescherung schön umkleideten...

Die Bescherung selbst war stets ein trauriges Kapitel...

Alle waren versammelt; der Baum und die Geschenke wunderbar; doch Liebe oder Fürsorge; selbst an diesem Tag bekam ich nicht zu spüren...

lieblos wurden mir die Geschenke hin geschmissen; aber es war nie etwas Besonders...

wenn ich schönes Gewand oder Spielzeug bekam; durfte ich das sowieso fast nie verwenden...

besonders schöne Geschenke; die mir Freude machten und gefielen; waren nach Weihnachten auf Nimmer Wiedersehn verschwunden...

und nicht selten; wurde dass; was ich mir sehr gewünscht hatte; für die anderen Pflegekinder unterm Baum gelegt..

Im Grossen und Ganzen war die Bescherung für mich und meinen Zwillingsbruder sehr schnell vorbei; und wir wurden ins Bett geschickt; während wir zuhören durften; wenn die anderen sich beschenkten; lachten und feierten...

Nicht einmal hab ich mich dann in den Schlaf geweint; vor Kummer und Schmerz; weil die Liebe; die Besinnlichkeit dieses Festes so gar nicht vorhanden war; und ich mich nicht geliebt fühlte.

Ich erinnere mich auch an ein Weihnachten; als meine Pflegeeltern mich wieder etwas beschuldigten getan zu haben; was ich überhaupt nicht getan hatte; und ich zur Bestrafung nicht an der Bescherung teilnehmen durfte..

Aber ich erinnere mich auch an schöne Momente...

zum Beispiel durfte ich zusammen mit meiner Pflegeschwester ein paar Mal an einer Theateraufführung der Arbeiterkammer teil nehmen...

Ich erinnere mich noch gut; wie leicht es mir fiel; die Texte zu lernen und vorzutragen; wie glücklich ich mich als Engel gefühlt habe; wie aufregend der erste Auftritt war...

Das ungestörte Zusammen Sein und Toben mit den anderen Kindern; einfach kurz mal Kind sein zu dürfen...

Ich freute mich auch jedes Mal riesig über die Geschenke, die wir von dort bekamen...

Ich hab nie von meinen Pflegeeltern so etwas wie Lob oder Anerkennung hier ausgesprochen bekommen; im Gegenteil; so bald ich mit den anderen Kindern in deren Nähe auftauchte; und mit den Kindern spielte; sang oder lachte; wurde ich genau beobachtet; und erkannte alleine an Hand oder Kopfbewegung; aber auch an ihren Blicken; wie ich mich verhalten musste..

tanzte ich mit den anderen Kindern; entging mir ihr hämisches Grinsen nicht...

manchmal aber störten sie auch gerne; wenn ich mich sehr gut mit den Kindern unterhielt; indem ich dann einfach weg gehn musste..

Auch erinnere ich mich; dass es in der Hauptschule in unserer Klasse ein Weihnachtsspiel gab; wo jeder in der Klasse seinen Namen auf einen kleinen Zettel schreiben musste; die dann in einen Behälter geworfen wurden; geschüttelt wurden; und dann jeder einen Zettel ziehen musste; und die geschriebene Person beschenken musste...

Ich sagte das meiner Pflegemutter; und ich bekam trotzdem nichts; und es ging mir mies; dass ich nichts schenken konnte und nicht mal erklären getraute warum..

später hab ich erfahren; dass meine Pflegemutter sehr wohl dem Mädchen etwas geschenkt hatte..

Aber für mich war es erniedrigend; da ich ja sowieso in der Klasse gemobbt und gemieden wurde..

Die Weihnachten in verschiedenen Heimen und Psychiatrien, dann als Teenager ,waren immer grausam für mich...

Da gabs kein Miteinander; irgend wie war da nie etwas vertrautes..

Die Weihnachten dann in meiner leiblichen Familie waren auch nicht viel besser.

Ich erinnere mich; dass ich an einem Weihnachten zu meiner Mutter ging..

Damals lebten mein verstorbener Bruder;Jasi und Chris; Oma und Mama und ihr Lebensgefährte in dieser Wohnung.

Das Wohnzimmer war zum Bersten voll..

Ich kam gerade dazu; dass mein verstorbener Bruder von der Verwandtschaft mit teuren Geschenken und Geld überhäuft wurden; sah sie alle plötzlich so vertraut und glücklich zusammen; während mir keine Notiz geschenkt wurde; und nicht mal mir etwas zu Essen oder Trinken angeboten wurde; und ich mit Hermann mich in die Küche setzte.

Er war dann derjenige; der meine Mutter bat; sich mit ihr alleine zu unterhalten und ihr erklärte; dass er so ein Verhalten nicht ok fände..

Meine Mutter tat weiter; als wäre nichts gewesen; und als ich mich verabschiedete; drückte mir meine Oma 20 Schilling in die Hand und wünschte mir schöne Weihnachten..

Ab da feierte ich Weihnachten bei meinen Vater...

Aber auch da war es schleimig von Sentimentalität und der exzessive Alkoholgenuss der anderen, störte dieses Fest dann doch empfindlich...

vor allem; weil dann Emotionen ausbrachen; die zu Streit usw. führten..

abgesehn davon, dass ich das im Gegensatz zu den anderen sehr nüchtern erlebte...

Einige Male hatte ich mich erst Recht für dieses Fest in Schale geworfen...

verhasste Glanzstrumpfhose; einen schönen Rock; ne schöne Bluse, und hohe Schuhe...

leider schien ich so eher die Begierde meines Partners und auch meinen Vater anzutörnen...

eklige Sprüche; und die Tatsache dann zu Hause einen nach Alkohol stinkenden Partner "einen kleinen Gefallen" machen zu müssen; liessen auch mich viele dieser besonderen Abende auch weinend einschlafen...

Ich erinnere mich; wie traurig und verlassen ich mich gefühlt hatte; als ich Weihnachten schwanger war;  und absolut niemand sich meldete zu Weihnachten...

Ich werde nie vergessen; wie ich dann durch die Stadt gegangen bin und mit Wehmut in Fenster sah; wo Familien feierten...

Die Weihnachten dann als meine Tochter geboren war; waren so; dass ich die ganze Verantwortung für Essen;Baum, usw. hatte...

Nur widerwillig half jemand beim Baum schmücken oder beteiligte sich überhaupt an dieser grossen Aufgabe...

An Weihnachten kamen sie einfach; assen und tranken sich satt; fühlten sich wie Zu Hause; teilten Geschenke aus; empfingen welche; und rauschten dann bald ab, und liessen mich mit der Arbeit des Aufräumens dann alleine..

Nicht selten kam man überhaupt schon betrunken; oder in einer depressiven Verstimmung..

Und nicht selten wurde auch noch einiges an meiner Arbeit getadelt ..

Liebe; das Gefühl von Gemeinsamkeit kam da selten auf..

Ich erfüllte so etwas wie eine Pflicht; mehr nicht..

23.12.07 21:56
8.1.08 19:13
 


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